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PipesDer Begriff Pipe ("Rohr") mag zunächst etwas eigenartig klingen. Der Sinn dieser Bezeichnung erschließt sich jedoch, wenn man weiß, dass in Linux durch Pipes die Standardausgabe eines Befehls mit der Standardausgabe eines anderen Befehls verbunden wird (wie durch ein "Rohr", um im Bild zu bleiben). Zunächst gehen wir aber wieder einen Schritt zurück, zum Befehl ls. In Verbindung mit ls kann eine Vielzahl von Optionen verwendet werden - doch was können Sie tun, wenn der Inhalt eines Verzeichnisses bei der Anzeige so schnell gescrollt wird, dass Sie gar nicht alles lesen können? Schauen wir uns mal den Inhalt des Verzeichnisses etc näher an.
Wie ist es nun möglich, die Ausgabe in Ruhe anzuschauen, bevor sie wieder vom Bildschirm verschwindet? Eine Methode besteht darin, die Ausgabe an ein Dienstprogramm mit der Bezeichnung less weiterzuleiten. Pager wie less (oder more) ermöglichen die Anzeige von Informationen auf eine Weise, bei der immer nur so viele Dateien angezeigt werden, wie gerade auf den Bildschirm passen. Das Weiterleiten der Datei über die Pipe erfolgt durch Eingeben eines vertikalen Balkens (|) (wie in Abbildung 15-15).
Nun ist es möglich, die Ausgabe langsam und schrittweise auf dem Bildschirm anzuzeigen. Um jeweils zum nächsten Bildschirm umzuschalten, müssen Sie lediglich die Leertaste drücken, zum Zurückblättern dient B, und zum Beenden drücken Sie einfach Q.
Aber eigentlich haben wir ja schon Pipes verwendet, bevor wir uns darüber im Klaren waren, um was es sich dabei handelt. Als die man-Seiten in einem früheren Abschnitt dieses Handbuchs behandelt wurden, hatten wir den Inhalt der man-Seite mit dem folgenden Befehl ausgedruckt:
Hier senden wir die Ausgabe von man ls an einen Filter mit der Bezeichnung col mit der Option -b, um zuerst die Formatierung des Texts für den Drucker vorzunehmen. Dann wird die Ausgabe dieses Filters mit dem Befehl lpr an den Drucker weitergeleitet.
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