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Konfigurieren des Systems mit Control Panel
Im Control Panel sind eine ganze Reihe von Systemadministrationstools zusammengefaßt (siehe Abbildung 3-21). Diese Tools können Ihnen die Arbeit erleichtern, da Sie sich auf diese Weise weder Formate von Konfigurationsdateien noch Befehlszeilenoptionen merken müssen. Um das Control Panel auszuführen, starten Sie das X Window System als Root durch Eingabe von startx. Geben Sie dann in einem XTerm control-panel ein. Um die Control Panel Tools ausführen zu können, müssen Sie als Root angemeldet sein. Wenn Sie als normaler Benutzer angemeldet sind und X ausführen, können Sie su -c control-panel eingeben. Geben Sie bei der entsprechenden Aufforderung das Root-Paßwort ein. Falls Sie weitere Root-Aufgaben im System erledigen möchten, geben Sie statt dessen su ein. Geben Sie das Root-Paßwort ein, wenn Sie dazu aufgefordert werden.
Wenn das Control Panel läuft, können Sie die Tools durch Klicken auf ein Symbol starten. Beachten Sie bitte, daß Sie zwar ohne weiteres dasselbe Programm zweimal starten können, Sie damit aber unter Umständen Schaden anrichten. Es kann sein, daß Sie auf diese Weise dieselbe Datei von zwei Orten aus zu bearbeiten versuchen und Ihre eigenen Änderungen wieder überschreiben.
Konfigurieren des DruckersBitte beachten Sie, daß das Offizielle Red Hat Linux Handbuch Erste Schritte weitere aktuelle Dokumentationen zu printtool enthält. Lesen Sie dieses Dokument, bevor Sie printtool verwenden. Das Tool für die Druckerkonfiguration (printtool) kann verwendet werden, um die Datei /etc/printcap, die Druckerspoolverzeichnisse und die Druckerfilter zu bearbeiten. Mit Hilfe der Filter können Sie die verschiedensten Dateitypen ausdrucken. Hierzu gehören:
Mit anderen Worten: Ganz gleich, ob Sie mit dem Befehl lpr eine GIF- oder eine RPM-Datei ausdrucken - der Drucker druckt es richtig aus. Wenn Sie eine neue Druckerwarteschlange erstellen möchten, klicken Sie auf Add. Wählen Sie dann den Typ des Druckers aus, der hinzugefügt werden soll. Mit printtool können vier verschiedene Typen von Druckerwarteschlangen konfiguriert werden:
Nachdem Sie den Druckertyp ausgewählt haben, werden Sie in einem Dialogfeld nach weiteren Angaben über die Druckerwarteschlange gefragt (siehe Abbildung 3-24). Die folgenden Angaben sind für alle Typen von Druckerwarteschlangen erforderlich:
Bei lokalen Druckern sind zusätzlich die folgenden Angaben zu machen:
Das Dialogfeld enthält zusätzliche Felder für Netzwerkdrucker. Geben Sie die folgenden Informationen ein:
Der Netzwerkcomputer muß so konfiguriert werden, daß der lokale Computer in die gewünschte Warteschlange drucken kann. Normalerweise wird dies von der Datei /etc/hosts.lpd gesteuert. Geben Sie die folgenden Informationen ein, wenn Sie einen SMB- oder NCP-Drucker haben:
Wenn Sie die Druckerwarteschlange hinzugefügt haben, müssen Sie den Druckerdämon (lpd ) neu starten. Klicken Sie dazu auf Restart lpd im Menü lpd. Für jede von Ihnen konfigurierte Druckerwarteschlange können Sie eine Testseite ausdrucken. Wählen Sie im Menü Tests aus, welche Testseite Sie drucken möchten. Laden von KernelmodulenDer Linux-Kernel ist modular aufgebaut. Beim Systemstart wird nur ein minimaler residenter Kernel in den Arbeitsspeicher geladen. Danach wird immer dann, wenn ein Benutzer ein Funktionsmerkmal anfordert, das nicht im residenten Kernel implementiert ist, ein Kernel-Modul dynamisch in den Arbeitsspeicher geladen. Nach einer vorgegebenen Zeit ohne entsprechende Aktivitäten wird das Modul wieder aus dem Arbeitsspeicher entfernt. Durch diesen Ansatz wird Schlankheit und Effizienz erreicht. Für das dynamische Laden von Modulen ist der Kernel-Thread kmod verantwortlich. Wenn der Kernel ein Modul anfordert, wird kmod aktiv und ruft modprobe(8) auf, um das Modul zu laden. Bei der Installation von Red Hat Linux wird die Hardware Ihres Systems erkannt, Sie müssen Angaben über den überwiegenden Verwendungszweck des Systems machen und angeben, welche Programme zu laden sind. Aufgrund dieser Angaben und der automatischen Erkennung wird vom Installationsprogramm entschieden, welche Funktionsmerkmale in den residenten Kernel zu kompilieren sind und welche als ladbare Module realisiert werden. Der dynamische Ladevorgang wird so eingerichtet, daß er transparent abläuft. Dieser Vorgang ist in hohem Maße konfigurierbar. Wen Sie Ihren eigenen benutzerdefinierten Kernel generieren, können Sie diese Entscheidungen alle selbst treffen. Wenn Sie nach der Installation neue Hardware einbauen, die Unterstützung durch ein Kernelmodul erfordert, müssen Sie den dynamischen Ladevorgang einrichten. Dies geschieht durch Bearbeiten der Modulkonfigurationsdatei /etc/conf.modules. Wenn zum Beispiel bei der Installation von Red Hat Linux eine PCI-Netzwerkkarte vom Typ SMC EtherPower 10 in Ihrem System eingebaut war, enthält die Modulkonfigurationsdatei folgende Zeile: alias eth0 tulip. Wenn Sie nach der Installation eine zweite, identische Netzwerkkarte einbauen, müssen Sie in der Datei /etc/conf.modules folgende Zeile hinzufügen:alias eth1 tulip. Eine alphabetische Liste der Kernelmodule und der von den Modulen unterstützten Hardware finden Sie in Anhang A. Konfigurieren des Netzwerks
Das Netzwerkkonfigurationstool (netcfg) in Abbildung 3-30 ist für eine einfache Bearbeitung von Parametern wie IP-Adresse, Gateway-Adresse, Netzwerkadresse, Nameserver sowie der Datei /etc/hosts gedacht. Damit können Netzwerkgeräte hinzugefügt, entfernt, konfiguriert, aktiviert, deaktiviert und umbenannt werden. Die folgenden Geräte werden unterstützt: Ethernet, Arcnet, Token Ring, Pocket (ATP), PPP, SLIP, PLIP und Loopback. Mit den meisten Hardware-Komponenten verträgt sich die PPP/SLIP/PLIP-Unterstützung gut. Manche Hardware-Konfigurationen können jedoch Probleme bereiten. Wenn Sie das Netzwerkkonfigurationstool verwenden, klicken Sie auf Save, um Ihre Änderungen zu speichern, oder klicken Sie auf Quit, um das Programm ohne Speichern der Änderungen zu beenden. Verwalten von NamenDas FensterNames des Netzwerkkonfigurationstools dient zwei Hauptzwecken: Zum Eingeben von Name und Domäne Ihres Rechners und zum Festlegen, welcher Nameserver zum Suchen anderer Rechner im Netzwerk verwendet werden soll. Die Konfigurierung eines Computers als Nameserver ist mit dem Netzwerktool nicht möglich. Zum Bearbeiten und Hinzufügen von Informationen klicken Sie einfach mit der linken Maustaste auf ein Feld und tragen die entsprechenden Informationen ein. Verwalten von RechnernIm Fenster Hosts können Sie Rechner, die in die Datei /etc/hosts eingetragen sind, hinzufügen, bearbeiten oder entfernen. Das Hinzufügen und Bearbeiten von Einträgen geschieht auf die gleiche Weise: Geben Sie im angezeigten Dialogfeld die neuen Informationen ein, und klicken Sie danach auf Done. Abbildung 3-31 zeigt ein Beispiel. Hinzufügen einer Netzwerk-SchnittstelleWenn Sie nach der Installation von Red Hat Linux eine Netzwerk-Schnittstelle hinzugefügt haben oder wenn Sie während der Installation Ihre Ethernet-Karte nicht konfiguriert haben, können Sie hier die Konfiguration mit wenigen Mausklicks vornehmen.
Zum Hinzufügen einer Schnittstelle klicken Sie zuerst auf Interfaces im Hauptfenster. Es erscheint ein Fenster, in dem bereits konfigurierte Geräte sowie eine ganze Reihe von Optionen angezeigt werden (siehe Abbildung 3-32). Um ein Gerät hinzuzufügen, klicken Sie zuerst auf den Button Add und wählen dann im Dialogfeld den Schnittstellentyp aus, den Sie konfigurieren möchten (siehe Abbildung 3-33).
PPP-SchnittstelleEine PPP-Schnittstelle kann ganz einfach durch Eingabe von Telefonnummer, Anmeldename und Paßwort in das Dialogfeld Create PPP Interface hinzugefügt werden (siehe Abbildung 3-34). Aktivieren Sie Use PAP authentication, wenn bei Ihrer PPP-Verbindung eine PAP-Sicherheitsprüfung verlangt wird. Meistens erfordert der Aufbau einer PPP-Verbindung zusätzliche Anpassungen. Klicken Sie auf den Button Customize, um Einstellungen bezüglich der Hardware, der Kommunikation und des Netzwerks zu ändern. SLIP-SchnittstelleUm eine SLIP-Schnittstelle zu konfigurieren, müssen Sie zuerst eine Telefonnummer, einen Anmeldenamen und ein Paßwort angeben. Daraus werden die für den Aufbau einer SLIP-Verbindung nötigen Anfangsparameter für das Chat-Skript abgeleitet. Wenn Sie auf Done klicken, wird ein Dialogfeld mit der Überschrift Edit SLIP Interface geöffnet, mit dessen Hilfe Sie die Parameter für Hardware, Kommunikation und Netzwerkparameter für Ihre SLIP-Schnittstelle anpassen können. PLIP-SchnittstelleUm Ihrem System eine PLIP-Schnittstelle hinzuzufügen, müssen Sie nur die IP-Adresse, die Remote-IP-Adresse und die Netzmaske angeben. Sie können auch auswählen, ob Sie die Schnittstelle beim Booten aktivieren möchten. Ethernet-, Arcnet-, Token Ring- und Pocket Adapter-SchnittstellenWenn Sie Ihrem Computer einen Ethernet-, Arcnet-, Token Ring- oder Pocket-Adapter hinzufügen, müssen Sie die folgenden Informationen angeben:
Wenn Sie die Konfigurationsinformationen für Ihr neues Gerät eingegeben haben, klicken Sie auf Done. Das Gerät müßte jetzt in Ihrer Liste Interfaces als inaktives Gerät erscheinen. (In der Spalte "active" sollte no eingetragen sein.) Um das neue Gerät zu aktivieren, klicken Sie mit der Maus auf die entsprechende Zeile und dann auf den Button Activate. Wenn es sich nicht aktivieren läßt, müssen Sie eventuell die Konfiguration ändern, indem Sie auf Edit klicken. Verwalten von RoutenIm Bildschirm Routing (Routenverwaltung) können Sie statische Netzwerkrouten hinzufügen, bearbeiten oder entfernen. Das Hinzufügen und Bearbeiten von Einträgen erfolgt auf die gleiche Weise wie beim Fenster Hosts: Es wird ein Dialogfeld zum Bearbeiten geöffnet. Geben Sie die neuen Informationen ein, und klicken Sie auf Done. Abbildung 3-35 zeigt ein Beispiel. Datum und UhrzeitMit dem Zeiteinstellungstool Time Machine können Sie die Uhrzeit und das Datum einstellen. Zum Ändern der Werte klicken Sie auf den Bereich der Zeit- und Datumsanzeige, den Sie ändern möchten, und dann auf die Pfeile, um die neuen Werte einzustellen. Die geänderten Werte werden erst von der Systemuhr übernommen, wenn Sie auf den Button Set System Clock klicken. Um die Uhr in der Time Machine wieder auf die Systemzeit einzustellen, klicken Sie auf Reset Time.
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