Das Dialogfeld Installationstyp (Abbildung 10-11) bietet fünf
Auswahlmöglichkeiten, die weiter unten beschrieben werden.
Abbildung 10-11 Dialogfeld Installationstyp
GNOME Workstation installieren -
Installation auf einem System, das primär als
Workstation verwendet wird. Bei dieser Installation wird die
grafische Benutzeroberfläche Gnome eingerichtet und das
System so konfiguriert, daß beim Systemstart Gnome
gestartet wird. Das Installationsprogramm löscht alle
Daten in vorhandenen Linux-Partitionen, legt fest, wie die
Festplatte für die neue Version partitioniert wird und
welche Software-Pakete geladen werden.
Warnung
Wenn die Festplatte für Linux und Windows NT
gemeinsam genutzt werden soll, dürfen Sie diese
Methode nicht verwenden. Windows NT läßt sich
sonst nicht mehr starten. LILO überschreibt den
Bootloader von NT, und Sie können NT nicht mehr
booten. Sie müssen eine benutzerdefinierte
Installation durchführen und LILO so konfigurieren,
daß er nicht im Master Boot Record (MBR)
installiert wird.
Um auf einem System, auf dem NT installiert ist, eine
Dual-Boot-Umgebung einzurichten, müssen Sie LILO im
ersten Sektor der Root-Partition installieren, nicht im
MBR. Erstellen Sie unbedingt eine Bootdiskette. In
diesem Fall benötigen Sie entweder eine
Bootdiskette, oder Sie müssen den NT-Systemloader
so konfigurieren, daß LILO vom ersten Sektor der
Root-Partition gebootet wird. Weitere Informationen zum
Einrichten von LILO und NT finden Sie unter http://www.linuxdoc.org/HOWTO/mini/Linux+NT-Loader.html.
KDE Workstation installieren -
Installation auf einem System, das primär als
Workstation verwendet wird. Bei dieser Installation wird die
grafische Benutzeroberfläche KDE eingerichtet und das
System so konfiguriert, daß beim Systemstart KDE
gestartet wird. Das Installationsprogramm löscht alle
Daten in vorhandenen Linux-Partitionen, legt fest, wie die
Festplatte für die neue Version partitioniert wird und
welche Software-Pakete geladen werden.
Warnung
Wenn die Festplatte für Linux und Windows NT
gemeinsam genutzt werden soll, dürfen Sie diese
Methode nicht verwenden. Windows NT läßt sich
sonst nicht mehr starten. LILO überschreibt den
Bootloader von NT, und Sie können NT nicht mehr
booten. Sie müssen eine benutzerdefinierte
Installation durchführen und LILO so konfigurieren,
daß er nicht im Master Boot Record (MBR)
installiert wird.
Um auf einem System, auf dem NT installiert ist, eine
Dual-Boot-Umgebung einzurichten, müssen Sie LILO im
ersten Sektor der Root-Partition installieren, nicht im
MBR. Erstellen Sie unbedingt eine Bootdiskette. In so
einem Fall benötigen Sie entweder eine
Bootdiskette, oder Sie müssen den NT-Systemloader
so konfigurieren, daß LILO vom ersten Sektor der
Root-Partition gebootet wird. Weitere Informationen zum
Einrichten von LILO und NT finden Sie unter http://www.linuxdoc.org/HOWTO/mini/Linux+NT-Loader.html
.
Server-System installieren -
Installation auf einem System, das primär als Server
genutzt werden soll. Das X Window System wird nicht
konfiguriert, und beim Systemstart wird keine grafische
Benutzeroberfläche gestartet. Das Installationsprogramm
löscht alle Daten in
allen vorhandenen Partitionen, legt
fest, wie die Festplatte für die neue Version
partitioniert wird und welche Software-Pakete geladen
werden.
Benutzerdefiniertes System installieren
- Ermöglicht eine benutzerdefinierte Installation. Alle
Entscheidungen bezüglich Festplattenpartitionierung und
-initialisierung, Auswahl der zu installierenden
Software-Pakete sowie Konfiguration von X Window System und
Benutzeroberfläche werden von Ihnen getroffen.
Vorhandene Installation aktualisieren -
Aktualisiert eine frühere Version von Red Hat Linux (2.0 oder
später), ohne daß vorhandene Daten gelöscht
werden Das Installationsprogramm aktualisiert den modularen
2.2.x-Kernel und alle bereits installierten
Software-Pakete.
Wenn Sie Aktualisieren wählen und das
Installationsprogramm mehr als eine installierte Linux-Version
auf dem System findet, werden Sie gefragt, welche Version
aktualisiert werden soll. Wenn Sie dies angegeben haben oder
wenn nur eine installierte Linux-Version auf dem System
vorliegt, prüft das Installationsprogramm das vorhandene
System, um festzustellen, welche Software-Pakete aktualisiert
werden müssen. Daraufhin wird das Dialogfeld
Konfigurieren der zu aktualisierenden
Pakete (Abbildung 10-12)
geöffnet.
Abbildung 10-12 Dialogfeld Konfigurieren der zu aktualisierenden Pakete
Wenn Sie mit Nein antworten, beginnt
das Installationsprogramm mit der Aktualisierung vorhandener
Pakete.
Geben Sie Ja ein, wenn Sie in der Liste
der zu aktualisierenden Pakete einzelne Pakete hinzufügen
oder entfernen möchten. Das Dialogfeld Auswählen von
Paketen finden Sie in Abschnitt namens Auswählen von Einzelpaketen.
Sobald Sie alle Änderungen vorgenommen haben, wird die
Aktualisierung gestartet.
Bitte beachten:
Einige der aktualisierten Programmpakete funktionieren
möglicherweise nur in Verbindung mit anderen Paketen.
Der Aktualisierungsvorgang kennt diese
Abhängigkeiten und installiert
gegebenenfalls die zusätzlichen Pakete.
Der Aktualisierungsvorgang sichert vorhandene
Konfigurationsdateien durch Anhängen der Erweiterung
.rpmsave (z.B.
sendmail.cf.rpmsave) und protokolliert
alle ausgeführten Aktionen in der Datei
/tmp/upgrade.log . Da sich in neuen
Software-Versionen auch die Formate der Konfigurationsdateien
ändern können, sollten Sie die ursprünglichen
Konfigurationsdateien mit den neuen Dateien vergleichen, bevor
Sie diese in Ihr System integrieren.
Als nächstes erscheint das Dialogfeld
Abbildung 10-40. Es wird so lange auf
dem Bildschirm angezeigt, bis die Aktualisierung abgeschlossen
ist.
Wenn Sie Weiter und
OK wählen, partitioniert das
Installationsprogramm Ihre Festplatte und legt fest, welche
Software-Pakete installiert werden. Als nächstes
erscheint das Dialogfeld Rechnername, das
in Abschnitt namens Benennen von Computern beschrieben wird.
Wenn Sie Manuell partitionieren
auswählen oder sich für eine benutzerdefinierte
Installation entscheiden, wird Disk
Druid gestartet. Es erscheinen die im
nächsten Abschnitt beschriebenen Dialogfelder, in denen
angezeigt wird, wie Ihre Festplatte zur Zeit partitioniert
ist. Sie entscheiden, welche Partitionen und Mount-Points
für die Installation dieser Version von Red Hat Linux verwendet
werden sollen.
Bitte beachten
Wenn Sie Red Hat Linux über eine bereits vorhandene Version von
Linux (auch Red Hat Linux) installieren, werden alle
Informationen (Dateien und Daten) der früheren Version
überschrieben. Sichern Sie
deshalb alle wichtigen Dateien! Falls Sie die in Ihrem Red Hat Linux
System gespeicherten Daten beibehalten möchten, ohne
ein eigenes Backup zu erstellen, sollten Sie eine
Aktualisierung in Erwägung ziehen.