Sowohl GNOME als auch KDE bieten Ihnen nützliche Tools
für das Einrichten und Bearbeiten von PPP-Konten bei
Internet-Dienstanbietern. Diese Tools erleichtern Ihnen das
Einrichten der Verbindung mit dem Internet beträchtlich - in
vielen Fällen benötigen Sie lediglich einen vorhandenen
Internet-Zugang, ohne Ihr System groß konfigurieren zu
müssen.
Beachten Sie bitte auch in diesem Zusammenhang, daß Sie
einen bereits unter GNOME mit RP3
eingerichteten Zugang nicht auf Kppp
übertragen können. Das bedeutet, daß Sie die
Einstellungen, die Sie in einem der beiden Tools eingegeben haben,
nicht automatisch mit dem jeweils anderen Tool nutzen können.
Möglicherweise erfordert die Einwahl bei Ihrem
Internet-Dienstanbieter besondere Einstellungen, die von der in
diesem Kapitel beschriebenen Vorgehensweise abweichen. Daher
sollten Sie vor dem Herstellen der Verbindung mit einem der
beiden Tools erst feststellen, welche Informationen Sie von
Ihrem ISP erhalten haben. Dazu zählt unter anderem:
RP3, der Red Hat PPP-Dialer, vereinfacht
Ihnen das Herstellen von Verbindungen mit dem Internet oder
anderen Netzwerkgeräten. Sie können mit
RP3 über Ihr Modem eine Verbindung
mit einem PPP-Konto herstellen und Statistiken über die
Verbindung wie Verbindungsdauer, Übertragungsgeschwindigkeit
und Kosten für die aktuelle Internet-Verbindung anzeigen.
RP3 wird durch Klicken auf den GNOME
und Wählen der
Optionen => => =>
gestartet (siehe Abbildung 6-1). Die Anwendung wird dann in das
aufgenommen und dort solange angezeigt,
bis Sie sie von dort wieder entfernen (durch Klicken mit der
rechten Maustaste auf die "angedockte" Anwendung und
Wählen der Option Entfernen im
Kontextmenü).
Eine andere Methode für das Starten der Anwendung und deren
Einfügen in das besteht darin, mit
der rechten Maustaste auf das zu klicken
und dann =>
=> zu wählen.
Wenn Sie RP3 starten möchten,
ohne das Programm in das
einzufügen, können Sie einfach im (unter
=> ) den
entsprechenden Eintrag für das Programm auswählen oder
in einem XTerm-Fenster /usr/bin/rp3 eingeben.
Um alle Netzwerkgeräte wie Modems und Ethernet-Karten
anzuzeigen, die Sie als Benutzer verwenden können, klicken
Sie auf den und
wählen dann =>
. Ähnlich wie
bei den beiden vorherigen Methoden wird die Anwendung auf dem
Desktop angezeigt und nicht in das
aufgenommen.
Das Dialogfeld RP3 (siehe Abbildung 6-2) ermöglicht Ihnen das einfache
Konfigurieren einer Internet-Verbindung auf Ihrem System, hilft
Ihnen beim Einrichten Ihres Modems, Eingeben der nötigen
Informationen für Ihren ISP und Herstellen der Verbindung.
Für das Erstellen eines neuen Internet-Zugangs über
eine PPP-Verbindung müssen Sie lediglich
RP3 starten. Gehen Sie zu
=>
=> .
Geben Sie nun Ihr Root-Paßwort in das hierfür
vorgesehene Feld ein, und klicken Sie auf
OK. Sie kehren daraufhin zum
Begrüßungsbildschirm des Tools Add New
Internet Connection zurück.
Wenn Sie noch keine Geräte konfiguriert haben, wird das
Dialogfeld Add New Internet Connection
angezeigt (siehe Abbildung 6-3).
 | Falls Geräte erkannt werden |
|---|
| | Wenn Geräte wie eine Ethernet-Karte erkannt werden,
können Sie einfach eines der aufgeführten
Geräte auswählen und die Anwendung dann ganz nach
Wunsch im oder auf dem Desktop
ausführen (siehe ). Sobald die Anwendung
ausgeführt wird, klicken Sie mit der rechten Maustaste
auf die Anwendung, um das Kontextmenü anzuzeigen. In
diesem wählen Sie dann die Option
aus.
|
Klicken Sie nun auf Next, um
fortzufahren. Wenn Sie das Dienstprogramm hingegen beenden
möchten, ohne Änderungen an den bisherigen
Einstellungen vorzunehmen oder neue Einstellungen einzugeben,
klicken Sie auf Cancel. Sie haben
jederzeit die Möglichkeit, den Vorgang abzubrechen, ohne
daß die
von Ihnen vorgenommenen Änderungen gespeichert werden.
Durch Klicken auf Back ist es zudem
ständig möglich, zu den vorangegangenen
Dialogfeldern zurückzukehren.
Als nächstes müssen Sie nun ein Modem konfigurieren.
RP3 wird zunächst versuchen,
das Modem in Ihrem System automatisch zu erkennen (wie in
Abbildung 6-4).
Wenn Ihr Modem bei der Suche nicht erkannt werden konnte, wird
eine entsprechende Meldung auf dem Bildschirm angezeigt.
Sie haben dann die Möglichkeit, selbst Informationen
über Ihr Modem wie den verwendeten Anschluß, die
unterstützten Übertragungsgeschwindigkeiten u.ä.
einzugeben. Hierzu dient das Dialogfeld Edit Modem
Properties (siehe Abbildung 6-5),
das angezeigt wird, wenn in Ihrem System keine Modems erkannt
wurden. Die Angaben, die Sie hier eintragen müssen,
können Sie der Dokumentation zu Ihrem Modem entnehmen.
 | Was sind Winmodems? |
|---|
| | Wenn an Ihren Rechner ein Modem angeschlossen ist, das
spezielle Software-Treiber für bestimmte Funktionen
nutzt, verfügen Sie vermutlich über ein
"Winmodem". Da diese Modems nur in Verbindung mit
speziellen Windows-Treibern genutzt werden können, ist es
nicht möglich, diese Modems unter Linux zu verwenden.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://www.o2.net/~gromitkc/winmodem.html
|
Im Dialogfeld Edit Modem Properties
können Sie den für Ihr Modem verwendeten
Anschluß angeben sowie die Einstellungen für
Baudrate, Lautstärke des eingebauten Lautsprechers beim
Verbindungsaufbau und Wahlverfahren (Tonwahl- oder
Impulswahlverfahren) festlegen.
Obwohl RP3 automatisch versucht,
den richtigen Anschluß zu erkennen, können Sie hier
die Einstellungen ändern.
Wenn Sie beispielsweise wissen, daß Ihr Modem bei
Windows unter COM2 angesprochen wird,
lautet die korrekte Bezeichnung für den seriellen Port
unter Linux /dev/ttyS1. In der folgenden
kleinen Liste erhalten Sie eine Übersicht über die
Bezeichnung der seriellen Schnittstellen unter MS-DOS (und
Windows) und Linux:
COM1 = /dev/ttyS0
COM2 = /dev/ttyS1
COM3 = /dev/ttyS2
COM4 = /dev/ttyS3
Mit der Dropdown-Liste im Feld Modem
Device können Sie den Port für den
Anschluß Ihres Modems angeben. Geben Sie dann im Feld
Baud Rate die höchste empfohlene
Geschwindigkeit für Ihr Modem ein. Aufgrund der in den
meisten Modems implementierten Funktionen zur Datenkompression
sollten Sie eine Baudrate auswählen, die über der
angegebenen Geschwindigkeit Ihres Modems liegt (bei einem
typischen V.90-Modem empfiehlt sich eine Baudrate von 115200).
In diesem Dialogfeld können Sie auch die Lautstärke
des Modem-Lautsprechers und die Wählmethode festlegen.
Wenn Sie den Schieberegler nach rechts in Richtung von
Loud bei Modem
Volume ziehen, können Sie den
Verbindungsaufbau akustisch verfolgen - vom Wählton bis
zur Herstellung der Verbindung mit dem Internet-Provider.
Einige Modems unterstützen jedoch nur das Ein- und
Ausschalten des eingebauten Lautsprechers, so daß Sie in
diesem Fall die Lautstärke nicht individuell einstellen
können.
Wenn Sie das Kontrollkästchen Use touch tone
dialing aktivieren, wird für das Wählen
der Nummer das Tonwahlverfahren verwendet. Andernfalls erfolgt
die Einwahl im Impulswahlverfahren.
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Make this
modem the default modem, um bei jedem Starten von
RP3 Ihre aktuellen
Modemeinstellungen zu verwenden.
Sie können durch Klicken auf den Button Auto
Configure auch erneut nach Modems in Ihrem System
suchen lassen und dann die gefundenen Einstellungen
übernehmen.
Sobald Sie alle gewünschten Einstellungen vorgenommen
haben, klicken Sie auf Next, um das
nächste Dialogfeld anzuzeigen.
 | Tip |
|---|
| | Selbst wenn Ihre Modemeinstellungen automatisch erkannt
wurden, können Sie diese Einstellungen ändern,
indem Sie die Funktion Manually create a
modem verwenden, nachdem
RP3 Ihr Modem erkannt hat. Die
Voreinstellungen für den Port zum Anschluß des
Modems sowie Baudrate und Lautstärke des Lautsprechers
entsprechen dann den Einstellungen, die in diesem Dialogfeld
standardmäßig angezeigt werden, falls das Modem
zuvor nicht erkannt wurde.
|
Im Dialogfeld Phone number and name
(siehe Abbildung 6-6) müssen Sie dann
den gewünschten Namen für Ihren Internet-Zugang und
die Telefonnummer für die Einwahl bei Ihrem ISP eingeben.
Normalerweise handelt es sich dabei um eine ganz normale
Telefonnummer ohne spezielle Vorwahl.
Falls Sie eine Nummer vorwählen müssen, um bei einer
Telefonanlage eine externe Nummer erreichen zu können,
tragen Sie diese in das Feld Prefix ein.
Sie können über dieses Feld auch festlegen,
daß das Modem nicht auf das Rufzeichen wartet.
 | So erhalten Sie weitere Informationen |
|---|
| | RP3 verwendet für einige
Funktionen wie das Wählen und die Sicherheitsprüfung
am PPP-Server eine Anwendung mit der Bezeichnung
Wvdial. Wenn Sie sich näher
über zusätzlich verfügbare Optionen für
das Wählen informieren möchten, müssen Sie
lediglich man wvdial in einem XTerm-Fenster
eingeben. (Mit der Leertaste können Sie
jeweils um eine Seite im Dokument weiterblättern,
während die Taste B zum
Zurückblättern und
Q zum Beenden der Anzeige dient).
|
Im nun folgenden Dialogfeld mit der Bezeichnung User
name and password müssen Sie Ihren
Benutzernamen und Ihr Paßwort für die Anmeldung bei
Ihrem ISP angeben. Ihr Paßwort wird in Form einer Reihe
von Sternchen auf dem Bildschirm angezeigt (siehe
Abbildung 6-7).
Im Dialogfeld Other Options können
Sie einen voreingestellten ISP oder einen Generic
Account ("generischen Zugang")
auswählen, falls Ihr ISP nicht in der Liste enthalten
sein sollte. Wenn Ihr ISP aufgeführt ist, können
Sie einfach den entsprechenden Eintrag in der Liste
auswählen. Möglicherweise müssen Sie allerdings
die Voreinstellungen noch nachbearbeiten, da sich
beispielsweise die Protokolle für die Einwahl bei Ihrem
ISP ändern können.
Im daraufhin angezeigten Dialogfeld Create the
account (siehe Abbildung 6-8)
können Sie die aktuellen Einstellungen für Ihren
Internet-Zugang überprüfen.
Wenn die angezeigten Einträge zutreffend sind, klicken
Sie auf Finish, um den Internet-Zugang
zu erstellen. Falls Sie noch einzelne Angaben ändern
möchten, können Sie durch Klicken auf
Back wieder zum gewünschten
vorangegangenen Dialogfeld zurückkehren.
Mit dem Dienstprogramm für die Konfiguration des
Internet-Zugangs werden mehrere Dateien verändert. Dies
betrifft im wesentlichen die Dateien
/etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-ppp*
und /etc/wvdial.conf. Wenn Sie einen
vorhandenen Eintrag bearbeiten möchten, sollten Sie
hierfür RP3 verwenden, statt
die Dateien "von Hand" mit einem Editor zu
bearbeiten. Unter Abschnitt namens Individuelles Einstellen und Konfigurieren finden
Sie weitere Informationen über das individuelle Anpassen
der Einstellungen.
Sobald Sie Ihren Internet-Zugang konfiguriert haben, starten
Sie RP3 durch Klicken mit der
rechten Maustaste auf das und
Wählen der Menüeinträge =>
=> .
Wenn die Anwendung gestartet wird, müssen Sie angeben,
welchen Zugang Sie aktivieren möchten. An dieser Stelle
wählen Sie einfach die gerade erstellte PPP-Verbindung
aus.
Um den Internet-Zugang zu nutzen, klicken Sie mit der linken
Maustaste auf den Verbindungsmonitor und dann auf
Yes, wenn Sie gefragt werden, ob Sie
die Verbindung jetzt herstellen möchten. (Sie können
auch mit der rechten Maustaste auf den Monitor klicken und
dann den Eintrag Connect to... für
Ihren Internet-Provider auswählen).
Ähnlich wie beim Herstellen der Verbindung können
Sie die Verbindung auch wieder beenden, indem Sie mit der
linken Maustaste auf den Monitor klicken und dann
Yes wählen, um die
Internet-Verbindung zu trennen. (Alternativ können Sie
auch in diesem Fall mit der rechten Maustaste auf den Monitor
klicken, um dann den Eintrag Disconnect
from... auszuwählen).
Wenn der RP3-Monitor im
angedockt ist, sieht er wie in
Abbildung 6-9 aus.
Während Sie mit dem Internet verbunden sind, zeigt der
RP3 -Monitor in zwei Diagrammen die
Übertragungsraten für Ihre Verbindung an. Dabei
können Sie dem oberen Diagramm die übertragene
Datenmenge und aus dem unterem Diagramm die empfangene
Datenmenge entnehmen (siehe Abbildung 6-10).
Unter den beiden Diagrammen werden mehrere Informationen
angezeigt. Dazu gehört die Übertragungsrate in
Bytes/Sekunde sowie entweder die gesamte Verbindungszeit oder
die Gesamtkosten für Ihre aktuelle Verbindung (falls Sie
diese Option beim Anlegen des Kontos konfiguriert haben).
RP3 erleichtert Ihnen das Einrichten
einer Internet-Verbindung beträchtlich. Es ist aber unter
Umständen trotzdem noch erforderlich, einige Einstellungen
von Hand zu ändern, bis die Einwahl in das Internet dann
wirklich klappt.
Standardmäßig startet RP3
beim Verbindungsaufbau mit Ihrem ISP das Programm
pppd . Was ist nun
pppd? Die Abkürzung steht
für Point-to-Point Protocol Daemon
und bezeichnet einen Dämon, der den Verbindungsaufbau
zwischen Ihrem Computer und Ihrem ISP steuert.
 | So erfahren Sie mehr
über pppd |
|---|
| | Auf der man-Seite zu pppd
erfahren Sie mehr über dieses Programm. Geben Sie
hierzu am Shell Prompt den Befehl man
pppd ein.
|
Sie können Ihre aktuellen Kontoeinstellungen für Ihren
Internet-Zugang konfigurieren, indem Sie mit der rechten
Maustaste auf den RP3-Monitor klicken
und dann im Kontextmenü den Eintrag Configure
PPP wählen.
Im daraufhin angezeigten Dialogfeld Internet
Connections können Sie ein neues Konto
hinzufügen, ein vorhandenes Konto löschen oder die
aktuellen Einstellungen bearbeiten. Sie können auch
möglicherweise aufgetretene Fehler
mit Ihrem Konto beheben, indem Sie die aktuelle Konfiguration
testen und somit feststellen, ob momentan Probleme existieren.
Durch Klicken auf den Button Add wird das
Tool Configure PPP gestartet, mit dem
Sie die neuen Informationen für Ihren Internet-Zugang
eingeben können.
Wenn Sie Detaileinstellungen in einem bereits vorhandenen Konto
ändern möchten, klicken Sie auf den Button
Edit. Sobald das Dialogfeld
Edit Internet Connection angezeigt wird,
können Sie im Register Account Info
die aktuelle Konfiguration Ihres Kontos ändern. Dazu
zählen beispielsweise die Einstellungen für Ihren
Anmeldenamen, das Paßwort und die Telefonnummer Ihres
Internet-Dienstanbieters.
Wenn Ihnen Ihr ISP DNS-Adressen angegeben
hat, die möglicherweise für das erfolgreiche Zugreifen
auf das Internet erforderlich sind, können Sie diese im
Register Advanced dieses Dialogfelds
eingeben (siehe das Beispiel in Abbildung 6-12).
Neben weiteren Optionen im Register
Advanced können Sie hier auch
festlegen, ob Sie anderen Benutzern die Berechtigung zum
Herstellen und Trennen von Verbindungen einräumen
möchten. Sie können auch einstellen, ob die Verbindung
beim Starten des Computers automatisch hergestellt werden soll
(die entsprechende Option lautet Begin connection when
computer is turned on).
Mit der Option Let PPP do all
authentication wird unmittelbar nach dem
erfolgreichen Verbindungsaufbau der Dämon
pppd gestartet. Doch darüber
erfahren Sie in Kürze in
Abschnitt namens Fehlerbehebung noch mehr.
Im Register Modems des Dialogfelds
Internet Connections können Sie
angeben, wie Ihr Modem angeschlossen ist (beispielsweise durch
eine Angabe wie /dev/ttyS1). Diese
Informationen können Sie entweder manuell eingeben oder
durch Klicken auf den Button Find
Modem... automatisch ermitteln lassen.
Sie können auch festlegen, welche Details über Ihren
Verbindungsstatus angezeigt werden sollen. Um die
Standardeinstellungen zu ändern, klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf das Symbol für die Anwendung und
wählen im daraufhin angezeigten Kontextmenü die Option
Properties.
Im Dialogfeld Properties (siehe
Abbildung 6-13) sind die folgenden
Einträge enthalten:
Connection name: Hier können Sie
eine der zuvor konfigurierten Netzwerk-Verbindungen
auswählen.
Count: Mit den beiden Optionen
können Sie festlegen, ob Sie die Verbindungsdauer oder
die Kosten für den Internet-Zugang anzeigen
möchten.
Confirm starting connection: Durch
Aktivieren dieses Kontrollkästchens wird ein Dialogfeld
eingeblendet, in dem Sie den Verbindungsaufbau
bestätigen müssen.
Confirm stopping connection: Durch
Aktivieren dieses Kontrollkästchens wird ein Dialogfeld
eingeblendet, in dem Sie das Beenden der Verbindung
bestätigen müssen.
Cost per: Wenn die Kosten für
Ihren Internet-Zugang nach Stunden, Minuten oder Sekunden
abgerechnet werden, können Sie hier den gültigen
Tarif eingeben. Wenn die Verbindung besteht, werden die
aktuellen Verbindungskosten im
RP3-Monitor angezeigt.
Manchmal ist der Aufbau einer Verbindung nicht ganz so
reibungslos, wie es eigentlich sein sollte. Hier sind nun die
Tools zur Fehlerbehebung ziemlich
praktisch. Damit können Sie gewissermaßen hinter die
Kulissen des Verbindungsaufbaus blicken und feststellen, welche
Probleme dabei auftreten.
Um das entsprechende Tool aufzurufen, starten Sie
RP3 und zeigen das Register
Accounts im Dialogfeld Internet
Connections an. Markieren Sie nun das Konto, für
das Sie Fehler beheben möchten, und klicken Sie auf den
Button Debug in den Optionen auf der
rechten Seite.
Sobald Sie auf diesen Button geklickt haben, wird ein
ähnliches Fenster wie in Abbildung 6-14
angezeigt, in dem die gerade ausgeführten Befehle zum
Initialisieren des Modems, Herstellen der Verbindung mit Ihrem
ISP und Anmelden an Ihrem Internet-Konto ausgegeben werden.
Möglicherweise scrollen die angezeigten Zeilen so schnell
über den Bildschirm, daß Sie nicht die
Möglichkeit haben, die Probleme jetzt schon zu
lokalisieren. Aber keine Sorge: Sie können im Fenster auch
nachträglich noch zum Anfang der Liste mit Meldungen
zurückblättern und durch Klicken auf den Button
Save Log den Inhalt des Fensters in einer
Textdatei speichern. Diese Datei können Sie dann ausdrucken
oder in einem Editor oder Textverarbeitungsprogramm öffnen.
Bei der Auswertung könnten Sie beispielsweise feststellen,
daß Sie sich zwar bei Ihrem ISP einwählen
können, aber die Anmeldung unter Ihrem Internet-Konto nicht
möglich ist. In diesem Fall müßten Sie dann
überprüfen, ob Sie den richtigen Benutzernamen und das
korrekte Paßwort für Ihr Konto eingegeben haben.
Möglicherweise wird auch pppd zu
früh gestartet, bevor Sie sich mit Ihrem Namen und
Paßwort anmelden können. In diesem Fall haben Sie
zwar scheinbar eine erfolgreiche Verbindung
aufgebaut, erhalten jedoch eine Fehlermeldung, wenn Sie
versuchen, mit Netscape eine
Web-Seite anzuzeigen.
In diesem Fall beenden Sie den Modus zur Fehlerbehebung durch
Klicken auf Close oder
Cancel und kehren dann zur Funktion zum
Bearbeiten im Register
Accounts zurück.
Im Dialogfeld Edit Internet Connection
zeigen Sie jetzt das Register Advanced an
und deaktivieren das Kontrollkästchen Let PPP do
all authentification. (Standardmäßig ist
diese Option beim Erstellen eines Kontos deaktiviert). Wenn alle
Einstellungen in Ordnung sind, klicken Sie auf
OK, um in das Register
Accounts zurückzukehren.
Nun verwenden Sie nochmals den Modus zur Fehlerbehebung. Sie
werden jetzt möglicherweise feststellen, daß die
Anmeldung bei Ihrem Internet-Dienstanbieter besser funktioniert,
da pppd nicht sofort gestartet wird,
sondern erst, nachdem Ihr Anmeldename und Paßwort an Ihren
ISP übermittelt wurden.
Mit der Funktion zur Fehlerbehebung können Sie praktisch
alle Probleme feststellen, die den Aufbau einer funktionierenden
Verbindung verhindern. Sobald Sie den Fehler entdeckt haben,
können Sie das Fenster zur Fehlerbehebung schließen.
Da diese Funktion nur zur Diagnose Ihrer Einstellungen dient,
kann sie nicht verwendet werden, um die Verbindung mit Ihrem ISP
aufrechtzuerhalten.
Sobald Sie die Konfiguration Ihres Zugangs erfolgreich
abgeschlossen haben, stellen Sie die Verbindung mit dem Internet
wie bereits beschrieben her.