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Konfigurieren einer SoundkarteFrage: Wie kann ich meine Soundkarte konfigurieren?Ich höre weder Systemklänge noch kann ich meine Audio-CDs an meinem Computer anhören. Wie muss ich zum Einrichten meiner Soundkarte vorgehen? A: Verwenden von sndconfigMit Hilfe eines Tool mit der Bezeichnung sndconfig können Sie Ihre Soundkarte konfigurieren. Um sndconfig verwenden zu können, müssen Sie sich zuvor als Root anmelden. Als Root öffnen Sie dann ein XTerm und geben sndconfig am Prompt ein. Mit diesem Dienstprogramm können Sie Ihre Soundkarte für das Red Hat Linux System konfigurieren. Um die Buttons Ja, Nein oder Abbrechen in den Bildschirmen des Tools auszuwählen, verwenden Sie die Tabulatortaste und die Eingabetaste.
Mit sndconfig können Sie die in Ihrem System vorhandene Soundkarte automatisch erkennen lassen. Wenn das Tool eine Plug and Play-Soundkarte erkennt, versucht es, durch das Abspielen von Klangbeispielen automatisch die richtigen Einstellungen zu ermitteln und einzustellen. Wenn diese Beispiele einwandfrei abgespielt werden, müssen Sie im entsprechenden Dialogfeld nur noch auf OK klicken, um die Konfiguration Ihrer Soundkarte erfolgreich abzuschließen. Wenn die automatische Erkennung keine verwertbaren Ergebnisse liefert, wird eine Liste mit verschiedenen Soundkarten zur Auswahl auf dem Bildschirm angezeigt. Scrollen Sie in dieser Liste mit den Nach-oben- und Nach-unten-Tasten. Wenn Ihre Karte in der Liste enthalten ist, markieren Sie diese und drücken dann die Eingabetaste (oder wechseln Sie mit der Tabulatortaste zum Button OK und drücken Sie dann die Eingabetaste). Als Nächstes müssen Sie den richtigen E/A-Port festlegen und die korrekten Einstellungen für IRQ und DMA vornehmen. Diese Einstellungen richten sich nach den Jumper-Einstellungen auf der Soundkarte. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Dokumentation zu Ihrer Soundkarte. Wenn auf Ihrem Rechner auch Windows installiert ist, können Sie die Einstellungen der Soundkarte dadurch ermitteln, dass Sie im Register Geräte-Manager nachschauen. Dieses können Sie über das Symbol System in der Systemsteuerung öffnen. Sobald Sie die Einstellungen für Ihre Karte eingegeben haben, werden die Klangbeispiele abgespielt. Wenn Sie die Beispiele hören können, wählen Sie OK. Fertig! Nachdem Ihre Soundkarte konfiguriert wurde, kehren Sie zum Shell Prompt zurück. Geben Sie exit ein, um das Fenster zu schließen, und kehren Sie dann von Ihrem Root-Account zu Ihrem Benutzeraccount zurück. Wenn sndconfig nicht funktioniertWenn sndconfig nicht funktioniert, d.h. falls die Beispiele nicht wiedergegeben und die Audiofunktionen immer noch nicht genutzt werden können, gibt es einige Alternativen, auch wenn diese in der Verwendung nicht so einfach sind wie sndconfig.
Zuerst müssen Sie die Einstellungen für Ihre Soundkarte ermitteln. Wenn auf Ihrem Computer auch Windows installiert ist, können Sie diese Einstellungen im Register Geräte-Manager anzeigen, das Sie über das Symbol System in der Systemsteuerung aufrufen können. Unter Linux müssen Sie auch die folgenden Dateien überprüfen, um sicherzustellen, dass keine anderen Geräte die Ressourcen der Soundkarte belegen.
Wenn Sie über keine Plug and Play-Karte verfügen, können Sie die Datei /etc/conf.modules manuell bearbeiten, um dort das zu verwendende Soundkarten-Modul einzutragen. Die Einträge in der Datei sehen dann beispielsweise wie folgt aus:
Wenn Sie keine Plug and Play-Soundkarte verwenden, ist die Konfiguration komplizierter und führt möglicherweise nicht bei allen Karten zum Erfolg. Wenn Sie sndconfig bereits ausgeführt haben, sollte bereits die Datei /etc/isapnp.conf erstellt worden sein. Diese Dateivorlage wurde von sndconfig mit den isapnp-Tools angelegt. Sie können diese Datei nun mit einem Texteditor wie beispielsweise pico manuell bearbeiten. Um sich mit dem Aufbau und Inhalt dieser Datei besser vertraut zu machen, sollten Sie zunächst mit folgendem Befehl die zugehörige man-Seite anzeigen:
Weiteres Referenzmaterial ist zudem auf der Homepage zu isapnptools unter http://www.roestock.demon.co.uk/isapnptools/ verfügbar.
Nachdem Sie die Datei /etc/isapnp.conf erstellt haben, öffnen Sie diese mit Pico. Geben Sie hierzu den Befehl pico /etc/isapnp.conf ein. (Für das Bearbeiten der Datei ist es nicht erforderlich, dass Sie sich im Verzeichnis /etc befinden.) Um einen Überblick über den Aufbau dieser Datei zu erhalten, sollten Sie die zugehörige man-Seite anzeigen oder ausdrucken. Für jedes Gerät ist in der Datei ein Abschnitt enthalten, der am Anfang rund vier Zeilen mit Informationen zum jeweiligen Gerät enthält:
Machen Sie den Abschnitt zu Ihrer Soundkarte ausfindig. Bei den Zeilen in diesem Abschnitt, die für Sie von Interesse sind, handelt es sich um die Zeilen in Klammern. Diese Zeilen müssen an die Ressourcen Ihrer Karte angepasst werden. Die Änderungen werden dadurch vorgenommen, dass Sie am Beginn der Zeile ein Kommentarzeichen einfügen oder entfernen und dadurch angeben, ob die Ressourcenangaben in der jeweiligen Zeile verwendet werden sollen oder nicht. (Wenn Sie in einer Zeile das Kommentarzeichen löschen, wird diese verwendet, wenn Sie eine Zeile hingegen "auskommentieren", kann sie nicht mehr ausgelesen und damit auch nicht verwendet werden.) Das Löschen des Kommentarzeichens erfolgt durch das Entfernen des Gatterzeichens ( #), und für das erneute Auskommentieren müssen Sie lediglich das Gatterzeichen wieder einfügen. Nachdem Sie diese Änderungen vorgenommen haben, müssen Sie folgende Zeile am Ende der Datei suchen:
Löschen Sie hier das "#", speichern Sie die Änderungen, und beenden Sie Pico. Nachdem Sie die neue Konfigurationsdatei erstellt und gespeichert haben, müssen Sie diese noch aktivieren. Hierzu müssen Sie lediglich folgenden Befehl eingeben:
Dadurch wird die Soundkarte mit den neuen Werten reinitialisiert. Wenn die Soundkarte mit den von Ihnen eingegebenen Werten nicht angesprochen werden kann, können Sie die Datei jederzeit nochmals bearbeiten, bis Sie Einstellungen gefunden haben, die keine Konflikte verursachen. Nach jeder Änderung müssen Sie die Datei wieder aktivieren, damit die neuen Einstellungen wirksam werden. |
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