Booten Sie zunächst das System von einer Red Hat Linux Bootdiskette,
und geben Sie am Boot-Prompt den entsprechenden Bootbefehl ein.
Wenn sich die Kickstart-Datei auf der Bootdiskette befindet,
lautet der entsprechende Bootbefehl folgendermaßen:
Wenn sich die Kickstart-Datei auf einem Server befindet, lautet
der entsprechende Bootbefehl folgendermaßen:
Anaconda sucht nach einer
Kickstart-Datei, wenn das Befehlszeilenargument
ks an den Kernel übergeben wird. Das kann
auf verschiedene Weise geschehen:
- ks=floppy
Das Installationsprogramm sucht nach der Datei
ks.cfg in einem VFAT-Dateisystem auf
der Diskette im Laufwerk /dev/fd0.
- ks=hd:<device>/<file>
Das Installationsprogramm mountet das Dateisystem auf
<device> (muß VFAT
oder ext2 sein) und sucht nach der
Kickstart-Konfigurationsdatei
<file> in diesem Dateisystem
(z.B. ks=hd:sda3/mydir/ks.cfg).
- ks=file:/<file>
Das Installationsprogramm versucht, die Datei
<file> im Dateisystem zu
lesen. Es werden keine Mounts vorgenommen. So wird
normalerweise vorgegangen, wenn sich die Kickstart-Datei
bereits auf dem initrd-Abbild befindet.
- ks=nfs:<server:>/<path>
Das Installationsprogramm sucht nach der Kickstart-Datei auf
dem NFS-Server <server> als
Datei <path>. Das
Installationsprogramm verwendet DHCP zur Konfiguration der
Ethernetkarte.
- ks
Wenn ks ohne weitere Informationen
eingegeben wird, konfiguriert das Installationsprogramm die
Ethernet-Karte im System mit DHCP. Das System verwendet den
"Bootserver" der DHCP-Rückmeldung als
NFS-Server, von dem die Kickstart-Datei gelesen wird (die
Standardeinstellung ist dieselbe wie der DHCP-Server). Der
Name der Kickstart-Datei wird wie folgt vergeben:
Wenn DHCP angegeben ist und die "Bootdatei"
mit einem / beginnt,
wird diese Datei auf dem NFS-Server gesucht.
Wenn DHCP angegeben ist und die "Bootdatei"
nicht mit einem /
beginnt, wird im Verzeichnis
/kickstart auf dem NFS-Server
nach dieser Datei gesucht.
Wenn DCHP keine "Bootdatei" angegeben hat,
versucht das Installationsprogramm, die Datei
/kickstart/1.2.3.4-kickstart zu
lesen, wobei 1.2.3.4 die
numerische IP-Adresse des Rechners ist, auf dem die
Installation vorgenommen wird.